Mit Pferde(n) Stärken

Wissenschaftlich fundiert

4E –Exotisch. Erfahren. Erprobt. Evaluiert.

Pferdegestütztes Coaching wirkt für diejenigen, die es noch nicht kennen, vielleicht exotisch. Die Gründe, sich für diese besondere Form des Coachings zu entscheiden, sind es nicht.

Die Wirkweise ist neurobiologisch erklärbar. Die Methoden sind erprobt. Die Effekte sind empirisch untersucht — von messbarer Stressreduktion bereits unmittelbar nach der Intervention (Liffers & Schütz, 2024) über gesteigerte Selbstwirksamkeit bis hin zu Veränderungen, die noch Wochen nach dem Coaching nachweisbar sind (Schütz & Steinhoff, 2019).

Was im pferdegestützten Coaching wirkt, ist inzwischen wissenschaftlich gut untersucht. Hier erfahren Sie mehr.

Das Pferd nimmt wahr, was Menschen übersehen

Reflexion der pferdegestützten Übung.

Pferde verfügen über sensorische Fähigkeiten, die weit über die des Menschen hinausgehen — und die im Coaching zu einem Feedbackinstrument werden, das kein Gespräch ersetzen kann.

Ihr Geruchssinn ist feiner als der mancher Hunderassen: Sie nehmen Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin wahr, bevor eine Körperbewegung sichtbar wird. Ihr Sehfeld umfasst 340 Grad — sie erfassen Bewegungen und Veränderungen in ihrer gesamten Umgebung gleichzeitig und zeigen keine „Unaufmerksamkeitsblindheit", die für Menschen typisch ist. Ihre Haut ist so sensibel, dass sie eine einzelne Fliege spüren — im Kontakt mit einem Menschen registrieren sie feinste Veränderungen im Muskeltonus und Atemrhythmus.

Was das im Coaching bedeutet: Das Pferd liest, was der Körper sendet — nicht was jemand zeigen möchte. Studien belegen, dass Pferde dabei sensibler auf Inkongruenz reagieren als Primaten oder Hunde: Sie weisen aktiv auf den Unterschied hin zwischen dem, was jemand zeigt, und dem, was tatsächlich da ist. Das macht sie zu einem ungewöhnlich direkten Spiegel — einem, der nicht aus Höflichkeit schweigt.

Die Nervensysteme synchronisieren sich

Eine Pilotstudie (Naber et al., 2025) konnte messtechnisch belegen, dass sich die Herzratenvariabilität von Mensch und Pferd im Kontakt angleicht — Kortisol sinkt, Oxytocin steigt.

Das hat einen evolutionären Hintergrund: Als Herdentier hing das Überleben des Pferdes davon ab, dass Entspannung sich genauso schnell ausbreitet wie Alarm. Blieb ein Tier länger aktiviert als nötig, gefährdete das die gesamte Gruppe. Was entstanden ist, ist eine neurobiologisch verankerte Fähigkeit zur Koregulation — die das Pferd nicht abgelegt hat und die in der Begegnung mit dem Menschen wirksam wird.

Die Folge ist messbar: Die ruhigere Atemfrequenz des Pferdes — 8 bis 16 Atemzüge pro Minute gegenüber 20 oder mehr beim gestressten Menschen — wirkt regulierend auf das menschliche Nervensystem. Kortisol sinkt, die Herzratenvariabilität gleicht sich an, ein Zustand von Zugänglichkeit entsteht, der ohne Anstrengung möglich wird.

Das ist keine Nebenwirkung des Coachings. Es ist eine Voraussetzung: Nur im regulierten Zustand ist der präfrontale Kortex ausreichend aktiv, um neue Muster zu verankern. Themen, die im Stress unzugänglich sind, öffnen sich in Ruhe — nicht weil jemand es so entschieden hat, sondern weil das Nervensystem es zulässt.

→ Warum Stressregulation die Voraussetzung für wirksames Coaching ist

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Walk and Talk Coaching – Bewegung in der Natur als Kraftort

Ein Großteil der pferdegestützten Arbeit bei Equivalenz findet im Freien und in Bewegung statt. Das ist methodisch begründet, nicht atmosphärisch gemeint.

Drei Wirkmechanismen sind gut belegt:

  1. Naturumgebung reduziert mentale Erschöpfung und erhöht Reflexionsfähigkeit – die Attention Restoration Theory (Kaplan & Kaplan, 1989) zeigt, dass gerichtete Aufmerksamkeit in der Natur gezielt entlastet wird. 
  2. Körperliche Bewegung verbessert exekutive Funktionen wie Problemlösung und kognitive Flexibilität nachweisbar (Hillman, Erickson & Kramer, 2008).
  3. Eine parallele Gesprächsposition reduziert beim Gehen sozialen Druck – sensible Themen lassen sich leichter ansprechen, wenn man nebeneinander geht statt sich gegenübersitzt.


Walk and Talk Coaching ist als eigenständiges Format bislang wenig durch kontrollierte Studien belegt. Was belegt ist: die einzelnen Wirkmechanismen aus Naturforschung, Bewegungswissenschaft und Gesprächspsychologie. Im pferdegestützten Coaching kommen diese Faktoren ganz natürlich zusammen – ergänzt durch die Wirkfaktoren des Pferdes (→ Explorative Studie zur Wirkung von Pferden laut Klientenaussagen, 2026). Und dieser Zusatzfaktor ist messbar: Liffers & Schütz (2024) konnten in einem kontrollierten Versuchsdesign zeigen, dass bereits eine einzige 15-minütige Einheit pferdegestützten Coachings Stresserleben und Herzfrequenz signifikant senkt – ein Wirksamkeitsnachweis, den Walk and Talk Coaching als Format bislang nicht vorweisen kann.

HASR® ist methodisch fundiert und empirisch untersucht

Lösen von Blockaden im HASR®

HASR® (Horse-Assisted Stress Reduction) wurde von Prof. Dr. Kathrin Schütz, Psychologin und Expertin für pferdegestütztes Coaching, wissenschaftlich entwickelt. Die Methode integriert aktuelle Erkenntnisse der Stress- und Traumaforschung — darunter Techniken, die der EMDR-Methode ähneln, Klopfakupressur, Embodiment-Ansätze und Atemarbeit.

Der Wirkmechanismus ist neurobiologisch begründet: Glaubenssätze, die Stress auslösen, sind nicht nur Gedanken — sie sind körperlich gespeicherte Reaktionen, die durch ständige Wiederholung verankert wurden. Wer einen belastenden Glaubenssatz kennt, kann ihn trotzdem nicht einfach „weglassen", weil die Stressreaktion, die er auslöst, im Körper gespeichert ist — unabhängig davon, was der Kopf bereits verstanden hat.

HASR® setzt genau dort an: nicht beim Verstehen, sondern auf neurobiologischer Ebene, in Verbindung mit Embodiment-Arbeit. Neue, stärkende Einstellungen werden nicht nur gedacht, sondern körperlich verankert. Ein Bestandteil dieses Prozesses sind positive Affirmationen – individuelle Selbstaussagen, die im Coaching erarbeitet und danach eigenständig weitergeführt werden. Eine Studie (Hofmann, Seppelfricke & Schütz, 2025) zeigte, dass eine zweiwöchige Affirmationsintervention Selbstwirksamkeitserwartung, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl signifikant steigert – vorausgesetzt, die Affirmationen sind individuell formuliert, nicht vorgegeben. Genau das ist der Ansatz in HASR®.

Darüber hinaus belegen weitere Studien  die Wirksamkeit auf unterschiedlichen Ebenen: Liffers & Schütz (2024, Mensch und Pferd international) zeigten in einem kontrollierten Versuchsdesign, dass bereits eine einzige 15-minütige Einheit pferdegestützten Coachings Stresserleben und Herzfrequenz messbar senkt – insbesondere Stress durch Überforderung und Unsicherheit. Schütz & Steinhoff (2019) konnten darüber hinaus nachweisen, dass pferdegestütztes Coaching die Selbstwirksamkeit steigert – mit Effekten, die noch Wochen nach dem Coaching nachweisbar sind.

Selbstwirksamkeit wächst durch Erleben, nicht durch Wissen

Schütz und Steinhoff (2019) konnten nachweisen, dass pferdegestütztes Coaching in Verbindung mit Videoanalyse zu signifikant gesteigerter Selbstwirksamkeitserwartung führt — mit starken Effekten, noch Wochen nach dem Coaching.

Der Mechanismus dahinter ist in Albert Banduras Selbstwirksamkeitsforschung beschrieben: Die stärkste Quelle für wachsendes Selbstvertrauen sind eigene Erfolgserlebnisse — direkte Erfahrungen von Handlungskompetenz, nicht Lob oder Ermutigung von außen. Was jemand selbst erlebt, verankert sich deutlich tiefer als das, was ihm erklärt wird.

Im pferdegestützten Coaching stehen Klienten vor Aufgaben, die oft symbolischen Charakter haben: ein Pferd durch eine Übung führen, klar kommunizieren, wenn man sich selbst gerade nicht sicher ist, mit Unsicherheit umgehen, ohne sie zu überspielen. Das Pferd gibt in Echtzeit Rückmeldung — nicht durch Worte, sondern durch Reaktion. Was gelingt, wird spürbar. Was nicht gelingt, wird sichtbar — ohne Bewertung, ohne Urteil.

Die Videoanalyse im Anschluss macht das Erlebte für die Reflexion nutzbar: Klienten sehen mit eigenen Augen, was sich verändert hat. Das verankert die Erkenntnis zusätzlich — emotional und körperlich. Was selbst erlebt wird, verankert sich tiefer als das, was erklärt wird – das ist der Kern von Banduras Selbstwirksamkeitsforschung und zugleich der Mechanismus, den pferdegestütztes Coaching gezielt nutzt.


Das ist besonders relevant für Menschen, die trotz nachweisbarer Erfolge innerlich zweifeln – die Lob hören, aber nicht glauben können. Beim sogenannten Impostor-Phänomen (Clance & Imes, 1978) werden Erfolgserlebnisse systematisch externalisiert: auf Glück, Zufall oder übermäßige Vorbereitung zurückgeführt, nicht auf eigene Kompetenz. Verbales Feedback ändert daran nichts – weil es denselben Filter passieren muss.

Was das Pferd anders macht: Es liefert körperlich erfahrbare Erfolgserlebnisse, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Was gemeinsam gelingt, ist spürbar – unabhängig davon, was jemand innerlich über sich denkt. Das ist der spezifische Wirkmechanismus, den pferdegestütztes Coaching für dieses Muster bereithält (Schütz, 2025).

Expertise zeigt sich im Gespräch — nicht nur auf einer Website.

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Sandra Bertl mit den Coaching-Pferden

Meine Ausbildungen habe ich bei renommierten Institutionen absolviert: die systemische Coach-Ausbildung bei InKonstellation (IHK-Zertifikat), die Ausbildung zur pferdegestützten Coach sowie zur HASR®-Emotionscoach bei Prof. Dr. Kathrin Schütz — einer der führenden Forscherinnen im Bereich pferdegestütztes Coaching. 

Als Mitglied im Qualitätszirkel Pferdegestützter Coaches verpflichte ich mich zu kontinuierlicher Weiterbildung und fachlichem Austausch.

Das ist nicht selbstverständlich. Coaching ist in Deutschland kein geschützter Begriff — jeder darf sich Coach nennen, unabhängig von Ausbildung oder Methode. 

Was meine Arbeit von anderen unterscheidet, lässt sich deshalb prüfen: an meinen Qualifikationen und an dem, was Klientinnen und Klienten darüber sagen.


→ Mehr über mich und meinen Hintergrund