Pferde verfügen über sensorische Fähigkeiten, die weit über die des Menschen hinausgehen — und die im Coaching zu einem Feedbackinstrument werden, das kein Gespräch ersetzen kann.
Ihr Geruchssinn ist feiner als der mancher Hunderassen: Sie nehmen Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin wahr, bevor eine Körperbewegung sichtbar wird. Ihr Sehfeld umfasst 340 Grad — sie erfassen Bewegungen und Veränderungen in ihrer gesamten Umgebung gleichzeitig und zeigen keine „Unaufmerksamkeitsblindheit", die für Menschen typisch ist. Ihre Haut ist so sensibel, dass sie eine einzelne Fliege spüren — im Kontakt mit einem Menschen registrieren sie feinste Veränderungen im Muskeltonus und Atemrhythmus.
Was das im Coaching bedeutet: Das Pferd liest, was der Körper sendet — nicht was jemand zeigen möchte. Studien belegen, dass Pferde dabei sensibler auf Inkongruenz reagieren als Primaten oder Hunde: Sie weisen aktiv auf den Unterschied hin zwischen dem, was jemand zeigt, und dem, was tatsächlich da ist. Das macht sie zu einem ungewöhnlich direkten Spiegel — einem, der nicht aus Höflichkeit schweigt.
