Pferde haben mein Leben nachdrücklich geprägt – auf eine sehr ungewöhnliche Weise. Ein schwerer Reitunfall während meines Studiums warf mein Leben für Jahre aus der Bahn. Mehr als zwei Jahrzehnte lang mied ich alles, was mit Pferden zu tun hatte. Die Angst saß tief.
Der Wendepunkt kam leise: zunächst durch das Pony meiner Kinder, später durch meine Stute Bella – und noch einmal ganz anders durch den „sanften Riesen" Quorin. In der Begegnung mit ihnen entdeckte ich neu, was Pferde können: Sie lassen sich nichts vormachen – rhetorische Ausflüchte oder überspielendes Verhalten entlarven sie sofort. Gleichzeitig ziehen sie uns mit ihrer Präsenz sanft in die Achtsamkeit, ins Hier und Jetzt. In Momenten emotionaler Belastung begegnen sie uns mit einer stillen Zugewandtheit, die keine Worte braucht. Und sie spiegeln uns mit einer Klarheit, die – ohne zu bewerten – direkt ins Herz trifft. Auch wenn man kein Pferdemensch ist.
Mit Unterstützung meiner eigenen Coaches durfte ich erleben, wie tiefgreifend und kraftvoll Coaching wirken kann – und wie das Pferd diese Wirkung noch einmal verstärkt. Blockaden, die ich jahrelang mit mir getragen hatte, lösten sich Stück für Stück. Ich begann, mich mit anderen Augen zu sehen und diese Veränderungen in meinen Alltag zu übertragen.
Diese Erfahrung – regelrecht ein Geschenk – hat mich nachhaltig geprägt. Und sie hat einen Wunsch in mir geweckt: andere Menschen auf ihrem eigenen Weg zu begleiten – mit den Pferden als einfühlsamen und starken Partnern an unserer Seite.
