Von außen sieht das nach Stärke aus. Und das ist es auch.
Aber mit der Zeit spüren viele dieser High-Performer, dass dieser Modus bei hoher Belastung und bleibendem Stress anfängt, zu kosten. Die Zufriedenheit, die früher mit Leistung verbunden war, ist einem funktionalen Weitermachen gewichen.
Trotz verschiedener Selbstoptimierungsversuche bleibt die erhoffte Wirkung aus. Die Regeneration dauert länger. Die innere Stimme klingt matter, kritischer, manchmal schlicht müde. Was Mediziner als Burnout beschreiben, erleben viele High-Performer lange, bevor sie es selbst so nennen würden – oder nennen wollten.
Das ist kein Versagen. Es ist ein kompetentes Signal.
Manchmal liegt das Signal aber tiefer: nicht Erschöpfung, sondern Zweifel. Das Gefühl, dass der eigene Erfolg eigentlich nicht verdient ist — dass man irgendwann auffliegen wird, obwohl die Ergebnisse stimmen. Dass die Vorbereitung nie ausreicht, egal wie gut sie ist. Dass Lob von außen nichts ändert an dem, was man innerlich über sich denkt. Auch das ist ein Muster, das sich bearbeiten lässt. Und das sich im Gespräch allein selten auflöst.
